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Das Goethedenkmal in Wien befindet sich an der Ecke Opernring/Goethegasse im 1.
Bezirk Innere Stadt. Das von Edmund von Hellmer entworfene Monument zu Ehren
Johann Wolfgang von Goethes und wurde am 15. Dezember 1900 enthüllt. Auf der
gegenüberliegenden Seite der Ringstraße befindet sich auf dem Schillerplatz das
bereits 1876 errichtete Schillerdenkmal. Für den Entwurf des Denkmals wurde 1889
ein Wettbewerb ausgeschrieben, doch wurde von der Kommission keine endgültige
Entscheidung getroffen. Viktor Tilgner und Edmund von Hellmer, deren Entwürfe
den größten Anklang fanden, wurden gebeten, neue Entwürfe einzureichen. Nachdem
Tilgners Entwurf jedoch nicht den vorgeschriebenen Proportionen entsprach, wurde
er „aus technischen Gründen“ ausgeschlossen, wodurch der Auftrag an Edmund von
Hellmer ging. Das Goethedenkmal wurde auf Kosten des Wiener Goethe-Vereins
errichtet, den der Goetheforscher Karl Julius Schröer am 4. Jänner 1878
gründete. Das Modell war 1895 fertiggestellt und der Guss erfolgte anschließend
in der Berndorfer Metallwarenfabrik. Der Dichter ist in einem bronzenen
Prunksessel sitzend dargestellt, der auf einem vorn nach außen gewölbten
dreistufigen Postament aus italienischem Granit steht. Dieses Postament wurde
wiederum auf einem weit ausladenden, flachen, dreistufigen Podest errichtet. Das
Denkmal ist insgesamt 5,55 m hoch, wobei der Sockel 2,62 m und die Dichterfigur
mit Stuhl 2,93 m ausmachen. Der Granit des Sockels ist aufgrund seines hohen
Urangehalts radioaktiv. Die Strahlungsbelastung in unmittelbarer Nähe beträgt
etwa das Vierfache der Hintergrundstrahlung in der Umgebung.
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