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ALBERTINA

Die Albertina ist ein Kunstmuseum im 1. Wiener Gemeindebezirk, der Inneren Stadt. Sie beherbergt unter anderem eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt. Das Museum ist im Palais Erzherzog Albrecht untergebracht, einer historischen Residenz der Habsburger. 1744 ließ Maria Theresia für ihren engen Freund und Berater Don Emanuel Teles da Silva Conde Tarouca das Palais errichten. Architekt war Mauro Ignazio Valmaggini. 1792 mussten Albert und Marie Christine aufgrund von Krieg und Revolution aus Schloss Laeken in den Österreichischen Niederlanden, wo sie als Statthalter fungierten, flüchten. Zurück in Wien, benötigte das Paar eine standesgemäße Unterkunft, woraufhin Kaiser Franz II. ihnen 1794 das Palais auf der Augustinerbastei – die heutige Albertina – schenkte. Albert ließ das Gebäude zunächst für seine Grafiksammlung und die Bibliothek adaptieren und in der Folge durch einen Repräsentationsflügel (zwischen 1802 und 1804) erweitern. Die 150 Meter lange Fassade demonstrierte dem nebenan in der Hofburg residierenden Kaiser eindrucksvoll die finanzielle Potenz und das Selbstwertgefühl des Herzogs. Die mitgenommenen Ausstattungsstücke aus Schloss Laeken wie Möbel, Fensterläden und Wandvertäfelungen wurden in die neuen Prunkräume integriert. Der Name Albertina bezieht sich auf Albert Casimir Herzog von Sachsen-Teschen, Schwiegersohn von Kaiserin Maria Theresia, der die Sammlung 1776 in Pressburg gründete, wo er als Vertreter von Maria Theresia für das Königreich Ungarn residierte. 1792 konnte er einen Großteil der Sammlung aus den Österreichischen Niederlanden, wo er später als Vertreter des österreichischen Monarchen amtiert hatte, nach Wien bringen. Die enzyklopädisch und universalistisch angelegte Sammlung umfasst rund eine Million Zeichnungen und druckgrafische Blätter von der Renaissance bis zur Gegenwart.

         


Barockhaus (pfarrhof Peterskirche)

Das Gebäude Petersplatz 6 ist der alte Pfarrhof der Peterskirche. Ein schlichtes Giebelhaus, das in einer mit dekorativer Umrahmung und einem geschweiften Dach ausgestalteter Nische über dem Portal die Figur des heiligen Petrus enthält. Bereits der Vorgängerbau diente als Pfarrhof. Im Jahr 1697 erfolgte der Abbruch des Gebäudes und Cischini führte den Neubau des Pfarrhofes (nach Entwurf von Gabriele Montani) durch. Cischini selbst würde in der Peterskirche begraben. Die dreistufige mit der Heiligenstatue des Heiligen Petrus (1698) gezierte Fassade ist im Stile des Frühbarocks erbaut. Eine leicht herausspringende Marmortafel unterhalb der Statue nimmt auf die Erbauung des Hauses Beziehung: "Haec vetustad sancti Petri parvecia fundibus superintendente a Cischini ex culte. 1698.“ Nach dem im Jahr 1709 erfolgten Tod Cischinis wurde dessen Nachfolger als verordneter Superintendent der Peterskirche und damit auch als Gewerträger des Pfarrhofes der Tuchhandelsmann und Äußere Rat Ferdinand Vorreiter. Das dritte und vierte Stockwerk wurde dem Gebäude erst 1766 durch den Baumeister Trintl

           

 


BÖHMISCHE HOFKANZLEI

Als Böhmische Hofkanzlei wird zum einen die historische Behörde bezeichnet, der die Verwaltung der böhmischen Länder oblag, zum anderen ihr Amtssitz am Judenplatz in der Inneren Stadt in Wien, der heute den österreichischen Verwaltungsgerichtshof beherbergt. Das Palais der Böhmischen Hofkanzlei wurde 1709–1714 nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach auf der Wipplingerstrasse errichtet. Es war der erste Bauauftrag für Fischer in Wien nach einer fast zehnjährigen Pause.

               

 


churhaus

Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen cura animarum her und bezeichnete die Seelsorgegeistlichkeit von St. Stephan. Im Mittelalter befand sich an dieser Stelle die Bürgerschule (1237 erstmals erwähnt), die einzige höhere Schule Wiens bis zur Gründung der Universität, und die Bauhütte von St. Stephan, wo die Zunft der Steinmetze ihre Lade hatte. Hier wohnte auch der jeweilige Dombaumeister. Nach der Absiedlung der Bürgerschule im 16. Jahrhundert befanden sich Einrichtungen des Erzbistums an seiner Stelle. In den Jahren 1738 bis 1740 wurde das Churhaus nach Plänen von Daniel Christoph Dietrich und Johann Gottfried Pock errichtet, wobei das sogenannte Kirchengassel, ein weiterer Zugang zum Stephansfreithof vom Stock-im-Eisen-Platz, verschwand. Die Arbeiten wurden wahrscheinlich von Mathias Gerl vollendet. Louis Montoyer stockte das Gebäude 1806 um ein Stockwerk auf. Von 1759 bis 1919 befand sich hier auch ein Alumnat. Am 8. Oktober 1938 kam es zu einem Zwischenfall, bei dem nationalsozialistische Jugendliche das Haus stürmten und verwüsteten. Das im Zweiten Weltkrieg beschädigte Churhaus wurde 1948 durch Hans Petermair wiederhergestellt. Neben diözesanen Einrichtungen wie das Katholische Bildungswerk, die Theologischen Kurse, die Akademie am Dom und das Erzbischöfliche Amt für Schule und Bildung beherbergt heute das Churhaus die Pfarrräume, die Wohnungen für den Dompfarrer und die Curpriester, das Kirchenmeisteramt sowie das Dombausekretariat und die Verwaltung der Spendenvereine.

             


DENKMAL GEGEn KRIEG UND FASCHISMUS

Das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus ist ein Werk des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka. Es steht seit 1988 auf dem Wiener Albertinaplatz – 2009 nach Helmut Zilk benannt –, gegenüber dem Palais Erzherzog Albrecht und der Rückseite der Wiener Staatsoper. Als begehbares Denkmal soll es der Erinnerung an die dunkelste Epoche der österreichischen Geschichte dienen. Es ist allen Opfern von Krieg und Faschismus gewidmet. An der Stelle stand zuvor der Philipphof, ein repräsentativer Großwohnbau der Gründerzeit, der am 12. März 1945 durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Hunderte Menschen, die in den Kellern Schutz gesucht hatten, fanden den Tod. Die Verschütteten konnten zum Teil nicht ausgegraben werden; nur 180 Leichen wurden geborgen. Die genaue Zahl der Opfer ließ sich nicht ermitteln. Die Ruine wurde 1947 eingeebnet, das Grundstück im Eigentum des Staates nicht mehr bebaut. Hier wurde im österreichischen Gedenkjahr 1988 von der Stadt Wien auf Initiative von Bürgermeister Helmut Zilk das „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ errichtet. Entwurf und Ausführung lagen in den Händen des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka. Es wurde am 24. November 1988 enthüllt. Es handelte sich um das erste monumentale Denkmal im öffentlichen Raum, das sich mit der österreichischen Vergangenheit in der NS-Zeit auseinandersetzte und markierte nach der Waldheim-Affäre (begonnen 1986) einen Wendepunkt in der Debatte um die "Opferrolle" Österreichs.

          

       
 

DENKMAL DER REPUBLIK ÖSTERREICH

Das Denkmal der Republik, auch Republikdenkmal bezeichnet, in Wien erinnert an die Ausrufung der Republik Deutschösterreich am 12. November 1918. Es befindet sich am Dr.-Karl-Renner-Ring zwischen Parlamentsgebäude und Palais Epstein vor dem Grete-Rehor-Park. Es wurde unter dem sozialistischen Bürgermeister Karl Seitz errichtet und am 12. November 1928, dem zehnten Jahrestag der Ausrufung der Republik Deutschösterreich, enthüllt. Das Denkmal besteht aus Büsten der drei Sozialdemokraten Jakob Reumann, Victor Adler und Ferdinand Hanusch, die jeweils auf einem Sockel ruhen. Dahinter befinden sich drei senkrecht stehende rechteckige Granitquader, auf denen wiederum ein vierter Quader waagerecht liegt. In diesen ist die Inschrift „Der Erinnerung an die Errichtung der Republik am 12. November 1918“ eingraviert, wobei die Worte „Errichtung der Republik“ größer geschrieben sind als der Rest. Das Denkmal steht auf einer leicht erhöhten Plattform und ist über drei Stufen erreichbar. Links und rechts der Stufen befinden sich zwei niedrigere Quader, auf die am 12. November jeden Jahres Blumengestecke gestellt werden. Die Büsten wurden von den Bildhauern Franz Seifert (Reumann), Anton Hanak (Adler) und Mario Petrucci (Hanusch; nach einem Entwurf von Carl Wollek) geschaffen.

            


DENKMAL Karl seitz

Das Karl-Seitz-Denkmal befindet sich im Rathauspark im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt. Das Karl-Seitz-Denkmal wurde 1962 vom österreichischen Bildhauer und Keramiker Gottfried Buchberger (* 28. Februar 1909, Wien, † 6. Juni 1998, Wien) erschaffen. In Wien-Floridsdorf befindet sich außerdem der, nach dem ersten Staatsoberhaupt der Ersten Republik und Bürgermeister Karl Seitz benannte, Karl-Seitz-Hof.

            
 

 


DENKMAL johann wolfgang von Goethe

Das Goethedenkmal in Wien befindet sich an der Ecke Opernring/Goethegasse im 1. Bezirk Innere Stadt. Das von Edmund von Hellmer entworfene Monument zu Ehren Johann Wolfgang von Goethes und wurde am 15. Dezember 1900 enthüllt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Ringstraße befindet sich auf dem Schillerplatz das bereits 1876 errichtete Schillerdenkmal. Für den Entwurf des Denkmals wurde 1889 ein Wettbewerb ausgeschrieben, doch wurde von der Kommission keine endgültige Entscheidung getroffen. Viktor Tilgner und Edmund von Hellmer, deren Entwürfe den größten Anklang fanden, wurden gebeten, neue Entwürfe einzureichen. Nachdem Tilgners Entwurf jedoch nicht den vorgeschriebenen Proportionen entsprach, wurde er „aus technischen Gründen“ ausgeschlossen, wodurch der Auftrag an Edmund von Hellmer ging. Das Goethedenkmal wurde auf Kosten des Wiener Goethe-Vereins errichtet, den der Goetheforscher Karl Julius Schröer am 4. Jänner 1878 gründete. Das Modell war 1895 fertiggestellt und der Guss erfolgte anschließend in der Berndorfer Metallwarenfabrik. Der Dichter ist in einem bronzenen Prunksessel sitzend dargestellt, der auf einem vorn nach außen gewölbten dreistufigen Postament aus italienischem Granit steht. Dieses Postament wurde wiederum auf einem weit ausladenden, flachen, dreistufigen Podest errichtet. Das Denkmal ist insgesamt 5,55 m hoch, wobei der Sockel 2,62 m und die Dichterfigur mit Stuhl 2,93 m ausmachen. Der Granit des Sockels ist aufgrund seines hohen Urangehalts radioaktiv. Die Strahlungsbelastung in unmittelbarer Nähe beträgt etwa das Vierfache der Hintergrundstrahlung in der Umgebung.

           


DENKMAL Gutenberg

Zum Teil an Stelle der Front des alten Regensburger Hofes stehend, erhebt sich das von Hans Bitterlich geschaffene und am 17. Dezember 1900 enthüllte Gutenbergdenkmal auf reliefgeschmückten Sockel aus Untersberger Marmor, mit Architektur von Max Fabiani. Die Rückseite des Sockels zeigt das sogenannte Buchdruckerwappen. Das Denkmal wurde zu Ehren Johannes Gutenbergs nach der Zurücksetzung der Fassade, anlässlich des Neubaus für das Warenhaus Orendi, errichtet.

          

 


DENKMAL Gotthold Ephraim Lessing

Auf dem Judenplatz befindet sich das von Siegfried Charoux geschaffene Denkmal des deutschen Dichters Gotthold Ephraim Lessing, eine Auftragsarbeit, die Charoux 1930 gegen eine Konkurrenz von 82 Bildhauern gewann. Es wurde 1931 / 1932 vollendet, 1935 enthüllt und 1939 von den Nationalsozialisten abgetragen und eingeschmolzen. Lessings „Ringparabel“ im Drama „Nathan der Weise“ gilt als Schlüsseltext der Aufklärung und als pointierte Formulierung der Toleranzidee. Von 1962 bis 1965 schuf Charoux ein zweites, 1968 enthülltes Lessing-Denkmal aus Bronze, das 1981 vom Ruprechtsplatz auf den Judenplatz übersiedelt wurde. Lessing war 1775 / 1776 in Wien, wurde von Joseph II. in Audienz empfangen und hatte Einfluss auf die Veränderung des geistigen Klimas.

            
 

 


DENKMAL robert stolz haus

Am 31. Dezember 1979 wurde eine Gedenktafel für Robert Stolz an der Fassade seines Wohnhauses in 1., Elisabethstraße 16 angebracht. Sie thematisiert Teile seiner Biografie, nicht aber seine Fluchthilfe für Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes (1933-1938) und sein eigenes Exil. Stifter der Tafel war die Stadt Wien, gestaltet wurde sie von Rudolf Schwaiger. Die Tafel trägt die Inschrift: "In diesem Hause lebte und wirkte 1935-1975 der weltberühmte Komponist und Dirigent Robert Stolz, Ehrenbürger der Stadt Wien. Viele seiner unsterblichen Melodien die um die Welt gegangen sind und in denen er Österreich verherrlichte entstanden hier." Im Jahr der Tafelerrichtung wurde auch der Robert-Stolz-Platz nach diesem benannt.

       
 

 


DENKMAL friedrich Schiller

Das Schiller-Denkmal zu Ehren des Dichters Friedrich Schillers (1759–1805) befindet sich auf dem Schillerplatz vor der Akademie der bildenden Künste im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt. Das Bronzestandbild Schillers steht auf einem Granitsockel mit Postament, an dessen Ecken sich vier monumentale Sitzfiguren der vier Lebensalter aus Schillers Gedicht Das Lied von der Glocke befinden. Dargestellt sind auf der Rückseite das Kind auf dem Schoß der Mutter und der Greis, auf der Vorderseite der Jüngling auf Wanderschaft, und der Eisengießer. Zwischen diesen Figuren sind an jeder Seite allegorische Figuren mit dazugehörigem Medaillonbild im Sockel angebracht, die den Genius, die Poesie, die Wissenschaft und die Heimatliebe symbolisieren. Wie viele andere Wiener Denkmäler wurde auch dieses Monument über Spendengelder finanziert, Entwürfe über einen Künstler-Wettbewerb eingeholt und durch ein Komitee koordiniert. Der Dichter Anastasius Grün und der Schriftsteller Ludwig August Frankl von Hochwart engagierten sich dabei sehr. Man entschied sich für ein von Johannes Schilling entworfenes Bronzestandbild im streng historistischen Stil, das 1875/1876 von Franz Pönninger und Josef Rölich in der k.k. Kunsterzgießerei geschaffen wurde. Friedrich Schiller war der erste Künstler, dem auf einem öffentlichen Platz in Wien ein repräsentatives Denkmal gewidmet wurde. Dies war bis dahin nur für Herrscher oder Feldherren üblich. Die Enthüllung fand am 10. November 1876 statt und wurde zum Anlass für die Verleihung des Prädikats „Ritter von Hochwart“ für Frankl genommen. Auch Anastasius Grün erhielt auf dem Schillerplatz eine Ehrung – 1891 wurde ihm in einer Ecke des Parks ein Denkmal gewidmet.

       


DENKMAL schwarzenberg

Das Schwarzenbergdenkmal auf dem Schwarzenbergplatz in Wien erinnert an den österreichischen Feldmarschall Karl I. Philipp Fürst zu Schwarzenberg (1771–1820). Es wurde in den Jahren 1863–1867 im Auftrag von Franz Joseph I. nach Entwurf von Ernst Hähnel errichtet. Schwarzenberg Er wurde durch den Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig während der Deutschen Befreiungskriege berühmt. Er gilt als einer der bedeutendsten Feldherren des 19. Jahrhunderts.

            


DENKMAL Weinheber

Das Josef-Weinheber-Denkmal befindet sich am Schillerplatz im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt. Die Bronzebüste von Bildhauer Josef Bock (* 11. Februar 1883 Wien, † 15. Mai 1966, Wien 15, Huglgasse 1-3) stammt aus dem Jahr 1940, der Granitsockel von Bildhauer Heribert Rath (* 10. Juli 1924 Imbach bei Krems, † 16. April 2007 Wien) aus dem Jahr 1975. Das von der Josef Weinheber-Gesellschaft errichtete Denkmal wurde am 21. Mai 1975 enthüllt. Auf einer Informationstafel wird die Person Weinhebers und die Geschichte des Denkmals in englischer und deutscher Sprache aufgearbeitet.

            

 


DENKMAL Russische Gefallene im 2. WeltkriegWeinheber

Das Heldendenkmal der Roten Armee (auch Russendenkmal, Befreiungsdenkmal, Siegesdenkmal, aber auch Erbsendenkmal) am Wiener Schwarzenbergplatz wurde 1945 zur Erinnerung an rund 17.000 bei der Schlacht um Wien gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gefallene Soldaten der Roten Armee errichtet.

           

        

DONAU / DONAUINSEL

Die Donauinsel – kurz auch die „Insel“ genannt – ist eine zwischen 1972 und 1988 errichtete, 21,1 km lange und bis zu 250 m breite künstliche Insel zwischen der Donau und der einige Meter tiefer liegenden Neuen Donau im Stadtgebiet von Wien und Klosterneuburg. Die rechte Seite der Insel bildet das linke Ufer der Donau, die nahe dem Ende der Insel am Kraftwerk Freudenau (1999, Fallhöhe 8,6 m) um einige Meter aufgestaut wurde. Die Insel ist Teil des Wiener Hochwasserschutzes und dient zudem gemeinsam mit der Alten und Neuen Donau als Naherholungsgebiet im Wiener Donaubereich. Jährlich findet auf ihr das Donauinselfest statt. Während Nord- und Südteil der Insel naturnah angelegt sind, wurde das mittlere Drittel der Insel parkartig gestaltet.

          

 


ESTERHAZY-PARK

Die im 18. Jahrhundert angelegte Grünanlage mit eindrucksvoller Kastanienallee wurde nach der ungarischen Adelsfamilie der Esterházys benannt. Im Park befindet sich der 1944 errichtete Feuerleitturm des Flakturmpaares Stiftskaserne / Esterhazypark, der das Bild des Parkes nachhaltig prägt. Der Turm beherbergt heute das Haus des Meeres sowie eine Kletterwand an der Außenseite, die vom Alpenverein Austria betreut wird. Außerdem gibt es den unter dem Park liegenden Zivilschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg für 300 Personen, was zusammen mit dem Apollo Kino und der günstigen Lage dem Park eine besondere Bedeutung verleiht. Auf der Einfriedungsmauer entlang der Gumpendorfer Straße sind beim Eingang vier denkmalgeschützte barocke Steinfiguren aufgestellt, die 1886 vom ehemaligen Lazansky-Haus am Stock im Eisen hierher übertragen wurden. Umgeben ist der Park (im Uhrzeigersinn) von der Schadekgasse, Kaunitzgasse, Gumpendorfer Straße, Blümelgasse, Amerlingstraße sowie der Chwallagasse. Die große Fläche mit dem Bunker und dem Flakturm trägt die Adresse Fritz-Grünbaum-Platz 1, benannt nach dem Wiener Künstler Fritz Grünbaum. Die Verkehrsfläche des Platzes schließt zwischen Schadekgasse, Windmühlgasse und Gumpendorfer Straße östlich direkt an den Park an.


FILMUSEUM

Das Österreichische Filmmuseum ist eine 1964 von Peter Konlechner und Peter Kubelka gegründete Kinemathek in Wien. Es befindet sich im Gebäudekomplex der Albertina unweit der Wiener Hofburg. Das Museum beherbergt einen großen Kinosaal, eine Fachbibliothek und mehrere Sammlungen und es ist im Bildungs-, Forschungs- und Ausstellungsbereich tätig. Das Filmmuseum hat die Rechtsform eines Vereins. Seine Tätigkeit wird zu je einem Drittel des Gesamtjahresbudgets von der Republik Österreich, der Stadt Wien und durch Eigeneinnahmen finanziert.

       

 


GASOMETER

Die Gasometer in Wien-Simmering sind vier in der Fassade erhaltene, ehemalige Gasbehälter aus dem Jahr 1896. Sie wurden in einem umfangreichen Umbau von 1999 bis 2001 revitalisiert und weisen nun ein Entertainmentcenter, etliche Wohnungen, ein Studentenheim und eine Veranstaltungshalle auf. Die Gasometer waren ein Teil des Gaswerk Simmering, um Versorgungsschwankungen im Wiener Gasnetz auszugleichen. Sie waren technisch als Niederdruckspeicher für das aus Kohle gewonnene Stadtgas ausgeführt. Das Gaswerk Simmering war neben dem Gaswerk Leopoldau eines von zwei städtischen Gaswerken um die Jahrhundertwende. Ursprünglich waren es 6 Gasbehälter. Einer davon war ein sogenannter Schrauben-Gasbehälter. Die Gebäude gelten schon seit jeher als Wahrzeichen des 11. Wiener Gemeindebezirks Simmering, da sie aufgrund ihrer Größe bereits von Weitem zu sehen sind. Das Gaswerk Simmering mit den Gasometern war von 1899 bis 1975 in Betrieb. Seit der Revitalisierung zählen auch Touristen aus allen Teilen der Welt und Architekturexperten zu den Besuchern der Gasometer.

            


HANDELSAKADEMIE

Zwischen 1860–1862 erbaute Ferdinand Fellner der Ältere die Handelsakademie I für die Wiener Kaufmannschaft in Formen eines späten romantischen Historismus; die Straße wurde nach dieser Akademie benannt. Sie war das erste fertiggestellte öffentliche Gebäude in der neugeschaffenen Ringstraßenzone. 1909 stockte sie Eduard Frauenfeld um das vierte Obergeschoß auf, 1993–1995 wurde das Gebäude renoviert. Die Handelsakademie Wien wurde 1857 als erste deutschsprachige Handelsakademie in Österreich gegründet, im darauffolgenden Jahr begann der Unterricht mit fünf Lehrern und 59 Schülern. Alle Wiener Handelsakademien wurden nach 1952 in den neu gegründeten Fonds der Wiener Kaufmannschaft eingebracht und erhielten dabei neue Namen: Die Handelsakademie wurde in HAK I, die Neue Handelsakademie in HAK II umbenannt, die Wiener Handelsakademie für Mädchen in HAK III. Weitere Handelsakademien und Handelsschulen folgten. Seit 1997 firmieren die Handelsakademien unter dem Namen Vienna Business School.

               

 


Hlavka Gedenktafel

Die Stadt Wien hat dem böhmischen Baumeister Josef Hlávka eine Gedenktafel gewidmet. Auf Josef Hlávka gehen zahlreiche Gebäude in der österreichischen Hauptstadt zurück. Einen Namen machte er sich vor allem mit dem Entwurf der Staatsoper, seiner Mitarbeit an der Planung der Wiener Ringstraße sowie der Kirche des heiligen Othmar. Neben repräsentativen Gebäuden entwarf der 1831 im westböhmischen Přeštice / Pschestitz geborene Architekt auch kostengünstige Zinshäuser in Wien. Josef Hlávka starb 1908 in Prag.

              
 

 


Hochstrahlbrunnen

Der Hochstrahlbrunnen ist ein Brunnen in Wien. Er befindet sich am Schwarzenbergplatz und wurde aus Anlass der Fertigstellung der I. Wiener Hochquellenwasserleitung nach einer Bauzeit von vier Monaten am 24. Oktober 1873 im Beisein von Kaiser Franz Joseph I. in Betrieb genommen. Fürst Johann Adolf II. zu Schwarzenberg hatte im September 1872 dem Bau des Brunnens zugestimmt und darum ersucht, die „Ablassung des Wasserquantums“ solle „zur Bewässerung der dort bestehenden, dem öffentlichen Vergnügen gewidmeten Anlagen“ dienen.

            


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