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Das Haus Wien I., Michaelerplatz 3, das sogenannte Looshaus oder auch
Michaelerhaus ist eines der zentralen Bauwerke der Wiener Moderne in Wien und
das Hauptwerk des Architekten Adolf Loos. Es markiert die Abkehr vom
Historismus, aber auch von dem floralen Dekor des Secessionismus. Es steht
gegenüber dem Michaelertrakt der Hofburg. 1909 erteilte Leopold Goldmann nach
einem Architekturwettbewerb, aus dem kein siegreicher Entwurf hervorging,
freihändig Adolf Loos den Bauauftrag zur Errichtung eines Geschäftsgebäudes für
das Nobelgeschäft Goldman & Salatsch. Bauleiter war Ernst Epstein. Loos’
schlichter und ornamentloser Architekturstil führte jedoch 1910 zu einem großen
Skandal, weshalb ein Baustopp verhängt wurde. Es war die Rede von einer
„unanständigen Nacktheit“ der oberen Fassade. Erst als Loos einwilligte, dieser
Nacktheit mittels Blumenkästen entgegenzuwirken, wurde mit dem Bau fortgesetzt
und dieser schließlich 1912 vollendet. Nachdem die Raiffeisenbank das Haus 2020
veräußern wollte, kaufte es 2023 die Juweliersfirma Schullin nach einer
dreijährigen Verhandlung. Das renovierte Haus wurde Anfang 2025 eröffnet.
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