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Das Äußere Burgtor in Wien ist ein von 1821 bis 1824 errichtetes Tor der
ehemaligen Wiener Stadtmauern zwischen dem Heldenplatz und der Wiener Ringstraße
(Burgring). Es wird auch Heldentor genannt.1660 war das alte (etwas näher zur
Burg gelegene) Tor als Teil der Festungsanlagen Wiens errichtet worden und
während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 heiß umkämpft. Während des
Fünften Koalitionskrieges, im Jahr 1809, wurde es – wie andere Teile der
Stadtbefestigungen auch – von den Soldaten Napoleons gesprengt. Die Franzosen
sprengten auch andere Teile der Stadtbefestigung, aber so knapp beim Sitz des
Kaisers kam dieser Akt einer besonderen Demütigung gleich, auch wenn zu dieser
Zeit die Stadtbefestigungen ihren militärischen Wert bereits weitgehend verloren
hatten. Das Äußere Burgtor, früher auch Äusseres Burgthor geschrieben, wurde
nach den Plänen von Peter Nobile auf den Fundamenten des ursprünglich von Luigi
Cagnola 1818 begonnenen Tores errichtet, nachdem Kaiser Franz I. dessen geplante
Höhe missfallen hatte. Die Bauausführung erfolgte durch Soldaten der
kaiserlich-österreichischen Armee. Für die Toranlage mit fünf Rundbogentoren in
Quadertechnik verwendete man harten Wöllersdorfer- und Kaisersteinbrucher Stein,
für weniger belastete Teile St. Margarethener Kalksandstein. Die feierliche
Grundsteinlegung fand am 22. September 1821 unter Anwesenheit von Kaiser Franz
I. statt. Am 16. Oktober 1824 – dem elften Jahrestag der Völkerschlacht bei
Leipzig – wurde es feierlich eröffnet. Laut einer Kundmachung war ab 18. Oktober
1824 die freie Durchfahrt durch das neue Tor möglich. Das Burgtor war
ursprünglich in neu errichtete Stadtmauerteile eingebettet, die im Zuge des Baus
der Ringstraße abgerissen wurden, wodurch das Burgtor zu einem freistehenden Tor
wurde. Schon die Errichtung dieses Bauwerks durch Soldaten und die Eröffnung am
elften Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig sollte auf den heldenhaften
Kampf der österreichischen Armee gegen die Truppen Napoleons verweisen. Im Laufe
seiner weiteren Geschichte wurden hier immer mehr Gedenkstätten eingerichtet.
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