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Kirkjubæjarklaustur ist ein Ort der
Gemeinde Skaftárhreppur in der Region Suðurland im Süden Islands.
Kirkjubæjarklaustur hatte im Jahr 2006 etwa 135 Einwohner.
Kirkjubæjarklaustur befindet sich zwischen Vík í Mýrdal und Höfn.
Der Ort liegt unterhalb des auf einer Hochfläche gelegenen Sees
Systravatn mit dessen Wasserfall Systrafoss am Gletscherfluss
Skaftá. Etwa 8 km westlich des Ortes ist der Canyon
Fjaðrárgljúfur.
Der Ort hat eine lange Geschichte.
Angeblich lebten hier schon vor der Landnahmezeit Mönche aus
Irland. Ab 1186 existierte bis 1550 ein bekanntes Nonnenkloster,
auf das sich auch die Namen des Wasserfalls (Systrafoss) und des
oberhalb Sees Systravatn (isländisch für „See der
(Kloster-)Schwestern“) beziehen. Sagen erzählen von im See
verborgenen Goldschätzen und ihren Gefahren. Kirkjubæjarklaustur
wird umgangssprachlich meist „Klaustur“ genannt, was so viel heißt
wie Kloster. Als am 20. Juli 1783 die Laki-Krater aktiv wurden,
hielt der Pfarrer Jón Steingrímsson eine seiner berühmten
„Feuerpredigten“, denen noch weitere folgten. Diese sollen bewirkt
haben, dass die Lava den Ort verschonte und stattdessen ihren Weg
durch das Flussbett der Skaftá nahm. An diese Ereignisse erinnert
die 1974 geweihte Kapelle.
Heute bildet der Ort ein wichtiges
Dienstleistungszentrum für die Bewohner der Umgebung wie für
Touristen, die auf der Ringstraße oder ins Inland unterwegs sind.
Der Ort ist günstig gelegen, um etwa die vulkanisch geprägten
Gegenden der Laki-Krater oder der Eldgjá zu erforschen. Man kann
von hier auch in den etwa 45 km entfernten Skaftafell-Nationalpark
hinüberfahren, um dort Bergwanderungen zu unternehmen, oder etwas
weiter weg, um die Eisseen am Breidamerkulssander wie den
Jökulsárlón zu umwandern.
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