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Durch ihn
verläuft der Vesturlandsvegur, der Teil des Hringvegurs nördlich
von Reykjavík im Westen des Landes. Sein Bau begann 1996, und er
wurde am 11. Juli 1998 eröffnet. Der Tunnel ist 5770 m lang,
davon liegen 3750 m unter dem Hvalfjörður (daher der Name) bis
zu 165 m unter dem Meeresspiegel. Der südliche Abschnitt weist
eine Längsneigung von 4 bis 7 % und zwei Fahrspuren auf, der
nördliche Abschnitt 8,1 % und drei Fahrspuren.
Der Tunnel verkürzt den Weg um den
Fjord um fast 50 km. Er wurde von isländischen Unternehmen
geplant und gebaut und löst eine Autofähre zwischen dem Hafen
von Reykjavík und Akranes ab. Der Bau wurde 2002 als
herausragendste isländische Ingenieurleistung des Jahrzehnts
1991–2000 ausgezeichnet. Für 20 Jahre, bis 2018, war der Tunnel
mautpflichtig, um seine Baukosten wieder einzuspielen. Der
Tunnel befand sich während dieser Zeit im Besitz des
Unternehmens Spölur, das auch für die Erhebung der Mautgebühren
und den Unterhalt verantwortlich war. Am 28. September 2018
wurde die Maut aufgehoben und am 30. September wurde der Tunnel
von Spölur wie geplant an die isländische Straßenverwaltung
Vegagerðin übergeben.
Innerhalb von 10 Jahren sind 14
Millionen Fahrzeuge registriert worden, damit liegt die
Auslastung des einröhrigen Tunnels über der geplanten von 5000
Fahrzeugen in 24 Stunden. 2008 passierten 5500 Fahrzeuge in 24
Stunden den Tunnel, der nach Betreiberangaben bei 6000
Fahrzeugen überlastet ist. Deshalb hatte der Betreiber Spölur am
11. Juli 2008 beim Verkehrsministerium einen Antrag auf eine
zweite Röhre eingereicht. Probebohrungen für die neue, parallel
verlaufende Röhre waren erfolgreich, entsprechende Arbeiten
wurden jedoch bislang keine aufgenommen.
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