Cinecitta (Rom / Italien)


Allgemeines / Geschichte

Cinecittà (italienisch für "Filmstadt") ist ein Filmstudio-Komplex in einem südlichen Vorort der Stadt. Es wurde im Jahr 1937 durch Benito Mussolini eingeweiht und während des Zweiten Weltkriegs bombardiert. Bis 1943 wurden ca. 300 Filme in der Cinecittà gedreht. Regisseure wie Alessandro Blasetti, Roberto Rossellini, Vittorio De Sica, Luchino Visconti haben dazu beigetragen, den Mythos der Filmwerkstätte zu begründen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, wurde von der amerikanischen Militärverwaltung in Cinecittà ein DP-Lager eingerichtet zur Unterbringung so genannter Displaced Persons. Das Lager, das zeitweise bis zu 1.800 jüdische und nicht jüdische Bewohner hatte, war die zentrale Verwaltungsstelle für DPs in Italien. Vor allem jedoch ist die Cinecittà mit dem Namen Federico Fellini verbunden. Fellini drehte dort ab La dolce vita jeden seiner Filme. Daneben diente das Studio in den 1950er Jahren auch als Filmstätte für amerikanische Produktionen wie Ben Hur von William Wyler oder Quo vadis von Mervyn LeRoy. Ab 1964 war die Cinecittà Produktionsstätte für Italo-Western wie Für eine Handvoll Dollar. Für die Filme, die nun entstanden, waren vor allem die Regisseure Sergio Leone, Sergio Corbucci und Sergio Sollima verantwortlich. Nach einer Zeit nahe am Bankrott wurde es im Jahr 1997 durch die italienische Regierung privatisiert. Käufer war ein Privatkonsortium unter der Führung von Diego Della Valle. Man investierte anschließend 25 Millionen Euro in die Modernisierung. 1991 fand der Eurovision Song Contest im 15. Studio statt. Im August 2007 wurde ein großer Teil des Studios ein Raub der Flammen. Die Kulissen der TV-Serie "ROM" wurden dabei fast vollständig zerstört. Die Studios sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Mit Glück gibt es aber einmal alle paar Jahre ein Wochenende, an dem die Studios von jedermann besichtigt werden können. Die Anfahrt mit der U-Bahn geht relativ schnell. Leider kann man das Gelände von außen fast gar nicht einsehen.

   

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